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Rathaus in LOD 200: Digitale Bestandsgrundlage für den Gebäudebetrieb

Projektdaten

  • Standort: Thun, Schweiz

  • Gebäudetyp: Rathaus

  • Projektgröße: 2890 m²

  • Tools/Software: Autodesk Revit

  • Teamgröße: 3 BIM Modellierer, 1 Revit Experte

  • Lieferzeit: 10 Werktage


Datengrundlage

  • Unstrukturierte und georeferenzierte Punktwolke im .rcs Format


Tools/Software unseres Partners

  • Leica RTC 360 und Leica Cyclone Register 360


Gelieferte Daten

  • 3D-Modell in LOD 200 als .rvt und .ifc-Dateien inklusive architektonischer Bauteile, Dachkonstruktion, Sanitärinstallationen inklusive Verformungen




Projektbeschreibung Rathaus in LOD 200

Das Rathaus der Stadt Thun ist ein historisches Verwaltungsgebäude. Zur Unterstützung des Gebäudebetriebs sowie für zukünftige Planungs- und Entwicklungsaufgaben wurde für die Stadtverwaltung ein BIM-Modell in LOD 200  erstellt.


Das Modell umfasst architektonische Elemente, sanitäre Anlagen sowie die Dachkonstruktion. Bestehende bauliche Abweichungen und Verformungen wurden überdies berücksichtigt.


Architektonisch spiegelt das Gebäude die traditionelle Schweizer Verwaltungsarchitektur wider, die gekennzeichnet ist durch:

  • Massive Mauerwerkskonstruktionen

  • Symmetrische Fassaden mit historischen Details

  • Komplexe Dachgeometrien

  • Nicht standardisierte Wandverläufe, wie sie für ältere öffentliche Gebäude typisch sind


Aus BIM-Sicht lag die größte Herausforderung in der präzisen Abbildung des Bestandszustands, einschließlich sichtbarer Verformungen und unregelmäßiger Geometrien, die von idealisierten oder ursprünglichen Planunterlagen abweichen.


Verwendung des 3D-Modells:

Das BIM-Modell wird von der Stadtverwaltung Thun für den Gebäudebetrieb, die Instandhaltungsplanung sowie für zukünftige Umbau- und Planungsmaßnahmen genutzt.


Herausforderungen während des Modellierungsprozesses:

Der historische Gebäudebestand und die fortlaufende Nutzung erforderten in Teilbereichen eine detaillierte Analyse und Interpretation der Bestandsdaten. Insbesondere die Modellierung vorhandener Verformungen, nicht-orthogonaler Bauteilgeometrien sowie der komplexen Dachkonstruktion stellte erhöhte Anforderungen an die Bestandsmodellierung.


Was macht das Projekt besonders?

Die direkte operative Nutzung durch die Stadtverwaltung: Im Gegensatz zu vielen Projekten, die ausschließlich für Entwurfs- oder Archivierungszwecke erstellt werden, ist dieses Modell für den täglichen Einsatz vorgesehen und unterstützt Wartung, Facility Management sowie zukünftige Sanierungs- und Planungsprozesse.


Wurden innovative Methoden oder Lösungen angewandt?

Es wurden keine neuen Methoden angewendet. Das Projekt folgte dem etablierten Workflow und nutzte die kombinierte Erfahrung von drei BIM-Modellierern und einem Revit-Experten, um eine hohe Modellierungseffizienz und durchgängige Qualitätskontrolle sicherzustellen.


Welche Erkenntnisse wurden für zukünftige Projekte gewonnen?

Das Projekt wurde von einem sehr erfahrenen Team durchgeführt, sodass im engeren Sinne keine grundlegend neuen Erkenntnisse gewonnen wurden. Dennoch ergaben sich mehrere wichtige Schlussfolgerungen und Best Practices, die konsequent in zukünftigen Projekten angewendet werden:

  • Frühe Abstimmung der Datenstandards ist entscheidend: Die frühzeitige Definition von IFC-Anforderungen und Modell-LOD verbessert die Effizienz des Workflows erheblich und reduziert Nachbearbeitungen nach der Übergabe.

  • Die Modellierung von Verformungen ist bei historischen Gebäuden essentiell: Für Betrieb und Instandhaltung ist die realitätsgetreue Abbildung baulicher Abweichungen und unregelmäßiger Geometrien notwendig, um belastbare und nutzbare Informationen bereitzustellen.


Bereits nach 10 Werktagen konnte das 3D-Modell mit insgesamt 2890 m² BGF übergeben werden.




Sie haben Fragen zu diesem Projekt oder möchten sich mit uns über ein künftiges Projekt unterhalten? Kontaktieren Sie uns unverbindlich per E-Mail hello@miviso.com oder per Telefon unter +43 512 931824 200.



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